• Scheiss Wetter

    Glaubt man dem Online-Wetterbericht ueber Bangalore, dann herrschen heute 22 Grad Celsius. Ist doch wunderbar, wird so manch deutscher Leser denken, ist es auch fuer deutsche Verhaeltnisse, aber fuer indische Verhaeltnisse ist es einfach nur Sch****. Warum? Weil die Wolken tief haengen, es nicht richtig hell wird und es staendig regnet. So ein richtiger Truebsal-blasen-Sonntag, an dem man einfach nicht raus will.

    Gott sei Dank muss ich das auch nicht, da ich schon gestern alles erledigt habe. Selbstverstaendlich hat es geregnet, als ich unterwegs war, war ja nicht anders zu erwarten. Jetzt kommt wieder die Zeit, in der ich geschlossene Schuhe tragen muss und andere Kleidung, die mir noch gut in deutscher Erinnerung sind. Da man in Indien nichts davon haelt, die Fenster richtig dicht zu machen, zieht es an jeder Ecke in der Wohnung, so dass ich nur noch mit Decke auf der Couch liegen kann. Einen romantischen Aspekt hat das Ganze natuerlich auch, ich kann Kerzen ueber Kerzen anzuenden, so dass ein bisschen deutsches Feeling aufkommt, denn in dieser Jahreszeit ist man gerne zu Hause und macht es sich gemuetlich. So langsam bekomme ich ein Gefuehl fuer die Jahreszeiten hier, jetzt ist halt einfach Winter, wie es sich gehoert, gelle?

    Chotu ist ueber das Wochenende zu einer Hochzeit in seiner Verwandschaft geflogen, der ich mich entziehen konnte, so dass ich 2 Tage nur fuer mich habe. Ich geniesse diese Auszeit und Ruhe und komme mal wieder dazu, solange im Netz zu surfen, bis ich keine Lust mehr habe.

     Naechstes Wochenende machen wir einen Wochenend-Ausflug mit dem Team. Eine einsame Gegend voller Natur ist angesagt mit Trekking und so Zeug. Ist zwar nicht wirklich mein Ding, aber ich lasse mich ueberraschen. Nur das im Betreff genannte Sch***Wetter macht mir ein bisschen Sorgen, vor allem das Nass von oben. Denn wie schon oft beschrieben, existiert in Indien keine Heizung in den Haeusern, so dass Kaelte und Naesse gepaart durchaus unangenehm sein kann, wenn nicht irgendwann der Gegenpol - ein wames Haus - genutzt werden kann. Aber vielleicht hat der Wettergott ein Einsehen mit mir und behaelt wenigstens den Regen fuer sich.

    Liebe Gruesse
    Eure Kerstin

  • Kabelsuppe

    Indien Besuch 2008 208.....ist das nach Chotus Meinung:

    Ich hatte mal irgendwann nebenbei erwaehnt, dass solche Dinge im deutschen Sprachgebrauch als "Kabelsalat" benannt werden. Das erste Wort konnte er sich noch merken, aber an die zweite Stelle hat er dann "Salat" gesetzt, so dass nun ein neues Wort kreiert wurde fuer die wundervolle Art in Indien, Kabel "fachgerecht" zu verlegen, um sich dann ueber diverse Ausfaelle zu wundern.

    Ist ungefaehr genauso lustig wie "Abdul" in dem Film "Knockin on heavens door", der wuerfelt auch immer alle Woerter durcheinander, oder der Inder in dem Film "Nr. 5 lebt". Ich jedenfalls habe herzlich gelacht und verwende dieses Wort jetzt doch viel lieber als das richtige.

    In diesem Sinne, Euch allen einen schoenen Sonntag
    Liebe Gruesse
    Kerstin

     

  • NGO und andere Spenden

    NGO's sind sogenannte "non government organisation", also private Organisationen, die sich zumindest im Moment hier in Bangalore um die Opfer der diversen Flutkatastrophen in Indien kuemmern. Da in solchen Firmen wie meiner meist sehr gut situierte und ausgebildete Menschen arbeiten, liegt es nahe, sie um Spenden, wie Kleider, Essen und sonstige Dinge zu bitten, die sie aufgrund ihres Lebensstandards entbehren koennen.

    Prinzipiell eine gute Sache, so dass man als zugemuellter Mensch nicht mehr "gezwungen" wird, sein ueberfluessiges Hab und Gut einfach auf den Muell zu schmeissen (selbstverstaendlich haelt in diesen Kreisen die Wegwerfgesellschaft bereits kraeftig ihren Einzug).
    Prinzipiell, sage ich, waere da nicht der schale Beigeschmack - wie bei den meisten Spendenorganisationen -, dass man ihnen nachsagt, die Dinge kaemen nicht zu den Menschen, die sie wirklich brauchen, sondern landeten bei den diversen "Zwischenhaendlern", die sich auch gern eine Scheibe vom Kuchen abschneiden moechten.

    So bin ich nun hin- und hergerissen zwischen "Abgabebereitschaft" und konsequenter Ablehnung. Ich bin kein geiziger Mensch, moechte aber trotzdem, wenn ich helfe, den Richtigen helfen. Noch bis Montagabend kann man in unserer Firma alles Ueberfluessige abgeben, aber eigentlich neige ich schon mehr in Richtung "nein" und gebe lieber den Menschen in unserem Mini-Slum etwas oder unseren Security-Guards (was wir bis jetzt auch immer getan haben). Auch wenn sie es dann in ihren Kreisen verkaufen sollten, halte ich dies noch immer fuer eine bessere Moeglichkeit.

    Liebe Gruesse und ein schoenes wohlverdientes Wochenende an Euch alle
    Eure Kerstin

     

  • Sprachengewirr

    Irgendwie ist Indien schon ein komisches Land. Ein Land, aber im Grunde kann man es gut mit Europa vergleichen (was Inder auch immer wieder gerne tun): ein Zusammenschluss verschiedener Staaten mit allem, was dazu gehoert, Sprachen, Kulturen sogar Aussehen. Und genau diese Vielfalt der Kulturen, vor allem Sprachen gibt mir immer wieder Raetsel auf, welche der ich-weiss-nicht-wie-vielen Sprachen sollte ich denn nun eigentlich lernen, um "dazuzugehoeren"?

    Da waere natuerlich Hindi, liegt auf der Hand, weil es ja eigentlich die offizielle Amtssprache ist. Aber weit gefehlt, vor allem im Sueden Indiens, da spricht jeder schoen seine eigene Sprache und denkt nicht im Traum daran, die Amtssprache zu sprechen/erlernen. In meinem Fall handelt es sich als um "Kannada", weil ich im Bundesstaat "Karnataka" lebe. Die local people hier sprechen aber fast gar kein Hindi, ebenso kein Englisch. Etwas besser Ausgebildete sprechen zumindest Englisch, so dass man sich auch unterhalten kann. Somit gibt es also beim Einkaufen wenig Probleme, weil die Angestellten meistens zumindest ein paar Brocken Englisch koennen und ich will ja nur einkaufen und sie nicht heiraten. Also wuerde mich Hindi in diesem Bundesland nicht sehr weit bringen. Wenn ich dagegen Kannada lernen wuerde, haette ich im Rest Indiens verloren.

    Hindi waere aber auch privat ganz gut, weil fast 90 % meiner Kollegen/Kolleginnen aus Nordindien kommen und somit Hindi sprechen. Auch wenn es manchmal nicht unbedingt ihre Muttersprache ist, so haben sie aber als Zweitsprache Hindi gelernt. Sehr lobenswert, davon sollte sich der Sueden mal eine Scheibe abschneiden.  Aber warum soll ich nun Hindi lernen, wenn es a) hier nicht gesprochen wird und b) all meine Kollegen/Kolleginnen deutsch sprechen (deshalb haben wir sie ja schliesslich eingestellt)?

    Eine Punkt, der gegen Hindi spricht, ist Chotus Familie. Sie kommt und lebt naemlich im Westen Indiens und dort wird ueberwiegend Marathi gesprochen. Dass die Marathen bezueglich Hindi lernen/sprechen auch gerne mal rumzicken, ist ja hinlaenglich bekannt. Bringt mir also irgendwie auch keine Pluspunkte ein, denn letztendlich spricht seine Familie auch Englisch, so dass zumindest eine Verstaendigung stattfinden kann. Mit Chotu selber spreche ich ohnehin nur deutsch, schliessich war dies unsere Kennenlernbasis und somit verbessert sich zusehends sein Deutsch. Wuerde ich also Marathi lernen, koennte ich mich zwar mit seiner Familie verstaendigen, nicht aber in den uebrigen Bundesstaaten...

    Nur, was ist mit meinem Hindi bzw. einer der zahlreichen indischen Sprachen? Sollte man nicht als guter Gast dieselbige erlernen, um sich mit der Bevoelkerung verstaendigen zu koennen? Nein, habe ich beschlossen!! Denn, mein liebes Indien, Du machst es mir schwer, die richtige Entscheidung zu treffen, da Du Dich selber nicht entscheiden kannst. Wie kannst Du also soetwas von mir verlangen?

    Ich werde also weiterhin mit dem Team im Buero und privat, mit Chotu und einigen deutschen Freunden deutsch sprechen. Alles andere kann ich auf Englisch regeln, wodurch sich selbiges schon sehr stark verbessert hat, jawohl!! Und wisst Ihr was, manchmal ist es ganz gut, wenn man nicht versteht, was die anderen Menschen ueber einen reden. Meine Mama hat immer gesagt, man kann alles essen, aber nicht alles wissen und recht hat sie!!

    Liebe Gruesse Eure Kerstin

     

  • Diwali 2009

    Wer sich nicht mehr aus dem letzten Jahr erinnern kann, Diwali ist das wichtigste Fest in Indien, vor allem fuer Hindus und das sind ja bekanntlich die meisten hier. Es ist auch als "Lichterfest" bekannt, es sollte aber in "Boellerfest" umbenannt werden, denn genau das trifft es auf den Punkt und mich mitten in's europaeische Ohr.

    Irgendwie hatte ich aus den letzten Jahren in Erinnerung, dass das Geboellere viele Tage anhaelt. In Wirklichkeit (oder in diesem Jahr) waren es nur 3 Tage. Alle Goetter hatten diesmal auch ein Einsehen und haben den ersten und wichtisten Tag auf einen Samstag gelegt.

    Man sagt, dass in Nordindien jedes Haus und Fenster mit Lichterketten behangen ist, so wie wir es aus der Weihnachtszeit kennen. Demnach wohnen nicht soooo viele Nordinder in unserer Naehe, denn ich konnte in der Dekowut durchaus Unterschiede feststellen. Meistens sind es diese wild blinkenden Lichterketten, die einen ganz wirr im Kopf machen, wenn man zu lange hinschaut. Muss man nicht, kann man aber.

    So, nun war also endlich Samstag, ein langes Wochenende, weil 3 Tage frei. Samstag war der Haupttag, also war klar, dass wir dann auch feiern werden. Die Frage war eigentlich nur, wo, nicht wie. Fuer das "Wie" waren die Herren der Schoepfung zustaendig, sprich: Boeller, Raketen und so Zeugs kaufen. Im letzten Jahr stand ich dem Ganzen noch etwas negativ gegenueber, in diesem Jahr hatte ich schon ein paar Wuensche frei: Knallen sollte es, in den Himmel schiessen und schoen bunt sein. Diesen Auftrag bekam Chotu und hat ihn zu meiner vollsten Zufriedenheit erfuellt. Lange war er unterwegs, weil dieses Zeugs immer in Tamil Nadu (Nachbarstaat) besorgt wird, da es dort um ein Vielfaches billiger ist. So stand ich also ab 6.30 pm staunend auf dem Balkon, denn das ganze Getoese beginnt so richtig, wenn es dunkel wird und wir einen herrlichen freien Blick haben.

    Etwas ungeduldig zappelnd, mit vielen "Aaahs" und "Ooohs" stand ich also auf dem Balkon, als dann endlich Chotu eintraf und fuer fast 10.000 Rps dieses Teufelszeug mitbrachte (Brot statt Boeller ist in diesen Kreisen noch nicht so weit verbreitet). So, nun gings also endlich mal los.....

    Wir feierten erst bei unserem Kollegen, der eine einstuendige Pooja (ohne uns) abhielt, um dann spaeter vegetarisches Essen zu kredenzen, weil er ein sehr glaeubiger Hindu ist.
    Wir fuhren also alles auf, was die Herren gekauft hatten und knallten, boellerten und "raketeten", was das Zeug hielt. Am Anfang und am Ende eine Sammlung von 240 Raketen, die nach dem Anzuenden schoen selbstaendig in den Himmel schossen und ihre farbliche Vielfalt boten. Dann folgten fuer mich stundenlange Chinaboeller, die mich eher langweilten (alles mit zugehaltenen Ohren, versteht sich...). Ich hielt mich an Lichter, Flammenwerfer und aehnliches, also etwas fuer zarte Wesen. Nach den letzten 240 selbstaendigen Raketen folgte dann der Absch(l)uss: 10.000 Knallfroesche am Stueck, die auch noch in alle Richtungen ballerten. Himmel, irgendwie cool, aber danach hatte ich die Nase voll und nur noch Hunger, schliesslich waren inzwischen fast 2 Stunden vergangen!!!

    Als dies erledigt war, gingen wir zum gemuetlichen Teil des Abends ueber, allerdings bei einem anderen Kollegen. Denn in einem Haus, in dem eine Pooja abgehalten wurde, trinkt man nicht. Gut, kein Problem, wechselten wir also das Lager und vergnuegten uns mit Unterhaltungen, Kartenspielen, Fernsehschauen und trinken. Irgenwie hatten wir aber alle keinen besonders langen Atem, denn 3.30 am lagen wir zufrieden und etwas berauscht in unseren Betten.

    PS: Beim Kartenspielen (Pokern) habe ich soviel Kleingeld gewonnen, dass ich die ersten 2 Tage im Buero nur mit Muenzen bezahlt habe, die Augen haettet Ihr sehen muessen.
    Bilder gibt's leider keine, da keiner waehrend des Boellerns fotografieren wollte und wir es spaeter vergessen haben.

    So, meine Lieben, das naechste Mal erzaehle ich Euch etwas, was mir im Moment entfallen ist. Gestern abend im Bett habe ich noch darueber nachgedacht, heute faellt es mir nicht mehr ein. Hmmmm, ein untruegliches Zeichen von Altersvergesslichkeit??. Quatsch, nur zuviel Stress im Moment, gelle?

    Liebe Gruesse
    Eure Kerstin

     

  • Bangalore - Kerala - Bangalore

    Es war mal wieder soweit, dieser lauten Stadt den Ruecken zuzukehren und was bietet sich da in diesen Monaten mehr als eine Hochzeit an? Ein Kollege von uns wollte sich endlich auch trauen, er ein Christ aus Kerala, sie auch eine Christin aus Kerala, allerdings aufgewachsen in Delhi.

    Da er sehr beliebt ist in unserem Team (fast schon ein Frauenschwarm, weil eben solch ein Versteher), wollten viele an seiner Hochzeit teilnehmen. Selbstredend wird in Indien zu einer Hochzeit Hinz und Kunz eingeladen, so dass man sich keine Sorgen machen muss, dass man nicht eingeladen wird.

    Am Anfang waren wir 17 Leute, die mitfahren wollten, am Ende nur noch magere 9. Da wir organisieren mussten, wie wir nach Kerala kommen sollten, fragten wir mehrmals, um am Ende die wirkliche Zahl der Teilnehmerinnen zu bekommen. Zugfahrt viel aus, da schon alles besetzt, mit dem eigenen Auto wollte auch keiner fahren, da zu weit, zu anstrengend und man nicht froehlich sein kann. Also mieteten wir einen Kleinbus fuer 12 Personen und hatten schoen viel Platz, da wir ja nur 9 waren.

    Mir sagte mal ein Inder, setz Dich in einem Bus bloss nicht ganz hinten hin, dort kannst Du ob der tollen Strassenverhaeltnisse nicht schlafen. Recht hatte er, aber nur bedingt: Da ich mich als gut erzogene Mitteleuropaeerin nicht sofort in einen Bus stuerze, als wuerde er jede Sekunde abfahren, war ich fast die Letzte, die denselben betrat. Und was soll ich sagen? Es war nur noch die letzte Reihe frei. Na super, dachte ich mir, an Schlaf ist also nicht zu denken, man konnte die Rueckenlehnen auch nicht verstellen.....Schnell, sehr schnell bemerkte ich aber den Vorzug, ich hatte naemlich die ganze Reihe fuer mich (4 Sitze) und dies probierte ich gleich mal in horizontaler Stellung aus. Tja, Pech gehabt, meine Lieben, das ist nun mein Sitz- bzw. Schlafplatz, Ihr koennt Euch ja gern auf den vorderen (billigeren) Plaetzen vergnuegen. Ich muss nicht dazu sagen, dass dies meine komfortabelste Busreise war, denn keiner kam auf die Idee, mit mir zu tauschen.

    Kerala ist weit, weit, weit weg von Bangalore, zumindest unser Endziel. Und so kam es mal wieder, wie es kommen musste, von 2 Tagen (wir hatten nur ein Wochenende Zeit) verbrachten wir die meiste Zeit im Bus.

    Am Samstag machten wir uns auf den Weg ans Meer, denn die Hochzeit war erst fuer Sonntagmittag angesetzt. Da ich diesmal vorgesorgt und badetaugliche Kleidung dabei hatte (keine langen Hosen, wie sonst immer), konnte ich dem Ganzen viel, viel abgewinnen, wenn wir auch wieder erst gegen Spaetnachmittag an den Strand gingen. Leider hatte ich aber vorher in einem kleinen Restaurant, in dem wir uns gestaerkt hatten und umziehen wollten, mein Badezeugs in den dort ansaessigen Brunnen geschmissen. Ich sah schon meinen Badeaufenthalt im wahrsten Sinne des Wortes "davonschwimmen", als der Security-Mensch kam, in den Brunnen stieg und meine Badesachen herausholte. Ich bin ihm noch heute dankbar, denn der Brunnen war einfach nur dreckig und ich ueberlegte schon ernsthaft, mir irgendwas anderes, billiges zum Baden zu kaufen. Aber dank seiner Hilfe brauchte ich das gar nicht.

    Abends fuhren wir dann zu unserem Kollegen, dessen Familie schon auf uns gewartet hatte. Damit wir auch den Weg richtig finden, trafen wir uns mit Freunden von ihm, die uns den Weg weisen sollten. Wir stiegen aus und wollten bei einer Zigarette ein kleines Schwaetzchen halten, als ich hinter uns einen Mann diskutieren/meckern hoerte. Ich dachte mir nichts dabei, als mich Chotu dann draengte, in den Bus zu steigen, da es sonst Aerger geben wuerde. Es war ein Polizist, der sich ueber die Tatsache aufregte, dass ICH als FRAU auf der Strasse rauchte und noch dazu vor einer Polizeistation. Ja pfui, wie kann ich sowas nur tun? Ich kann foermlich merken, wie sich Moral und Sitte in diesem Land durch mein unanstaendiges Verhalten verschlechtern. Dass Polizisten bezueglich Korruption in diesem Land gleich nach Politikern kommen, erwaehnte er natuerlich nicht, dies hat ja nichts mit Moral zu tun. Herzlich willkommen im kommunistischen, freien Kerala.

    Wir trafen bei unserem Kollegen ein und wurden, sehr, sehr herzlich empfangen, gefolgt von einem typischen Mallu-Abendessen, was ich sehr lecker fand. Es war fuer jeden etwas dabei, da es veg und nonveg zu essen gab. Die Familie unseres Kollegen spricht deutsch, da sie viele Jahre in Deutschland verbracht hat und teilweise immer noch verbringt. War ein komisches Gefuehl, als mich seine Mutter auf deutsch fragte, ob es mir schmeckt. Der Rottweiler, den sie haben, heisst uebrigens Bruno, das fand ich noch viel lustiger.

    Nach dem Essen gab es noch den ein oder anderen Plausch, bis wir zu unserem Nachtquartier fuhren. Es war eine christliche Staette fuer Menschen, die dort zu sich oder zu Gott finden und per Meditation alles von sich abfallen lassen koennen. Versteht sich von selbst (fuer Indien), dass wir dort nicht rauchen oder gar trinken durften. Durch diese Tatsache gingen wir frueh in's Bett, wofuer wir naechsten Morgen sehr dankbar waren, denn die Hauptsache kam ja noch und dazu brauchten wir Kraft.

    Die Trauungszeremonie fand gegen Mittag in einer orthodoxen Kirche statt und dauerte mehr als eine Stunde. Leider gab es - im Gegensatz zu deutschen Kirchen - keine Sitzplaetze, so dass wir die ganze Zeit stehen musste (natuerlich verstanden wir nichts, denn es wurde nicht auf Hindi gesprochen). Gott sei Dank gab es viele Ventilatoren, denn es war heiss, sehr heiss sogar. Ich stand ziemlich weit vorne, denn ich wollte jede Sekunde mitbekommen. Ungefaehr 9 Geistliche fuehrten ein Ritual nach dem anderen durch, wovon ich wenig kannte, da es eine orthodoxe Einrichtung war. Aber es war nicht minder feierlich als bei einer deutschen, kirchlichen Trauung. Nicht wie sonst, das uebliche indische Chaos, sondern ruhige, feierliche Stimmung, gepaart mit Kirchenliedern. Am Ende traute der Bischoff (!!) das Brautpaar, allerdings auch nicht mit Ringen, wie wir das kennen, sondern mit Ketten.

    Alles in allem fand ich diese Hochzeit sehr, sehr schoen, erinnerte sie mich doch an die zahlreichen deutschen Hochzeiten, die ich durch meine Freunde miterleben durfte.
    Nach der Zeremonie eilten (!!) alle zum Essen, ich glaube, es waren fast 1.000 Leute anwesend und es ging alles ruck, zuck. Teller  hingestellt, Wasser, die Frage nach "veg oder nonveg" und schon kamen die Naechsten und fuellten die Teller. Kaum aufgegessen, kam die Eiscreme und schon war der ganze Spuk vorbei. Fuer meine Begriffe hatte das mehr mit "Abfuettern" zu tun, aber gut, ich war eingeladen und wollte nicht meckern. Nach dem Essen noch die obligatorischen Bilder mit dem Brautpaar und schon sassen wir wieder im Bus....

    Die Heimfahrt hat lange gedauert, sehr lange und trotz bequemen 4 Sitzen hatte ich nach fast 16 Stunden die Nase gestrichen voll und war froh, als wir dann gegen 7.30 Uhr morgens wieder in Bangalore waren. Dann ab nach Hause, noch schnell 2 Stunden schlafen und schon waren wir wieder im Buero.

    Ein anstrengendes, aber sehr schoenes Wochenende, denn Kerala ist bezueglich Natur einfach nur schoen. Ruhig, gruen und lange nicht so dreckig und laut wie Bangalore.

    Beim naechsten Mal erzaehle ich Euch, wie unser Diwali-Wochenende verlief, denn auch damit habe ich mich inzwischen angefreundet.

    Bis dahin macht's gut, Eure Kerstin

  • Deutsch-indische Hochzeit

    ....keine Angst, nicht unsere, dann haetten wir Euch ja eingeladen, gelle?

    Seit einigen Monaten kennen wir ein deutsch-indisches Paerchen (sie aus Deutschland, er aus Indien), das sich hier in Bangalore niedergelassen hat. Und zu ihrer Hochzeit waren wir heute eingeladen. Ein kleines "Schnuppertreffen" fand auch schon statt, so dass wir uns wenigstens erkennen konnten bei der Hochzeit.

    Da heute auch noch frei ist, passte uns dies super gut und wir waren gespannt, nachdem wir vor 1 1/2 Jahren eine Punjabi-Hochzeit miterlebt haben. Damals ging die Hochzeit super lange und das (zumindest fuer mich) eigentliche Ereignis, naemlich die Trauung an sich, fand morgens 5 Uhr statt, nachdem alle muede und genervt waren.

    Diesmal war es anders, die Hochzeit fand ab 16.30 Uhr statt. Wir waren die ersten, denn in der Einladung stand "ab", was fuer Deutsche bedeutet, ab diesem Zeitpunkt sollte man anwesend sein. Nicht so fuer die indische Verwandschaft, die trudelte ab 17 Uhr ein, obwohl sie natuerlich nicht wirklich etwas verpasste, ausser einem entspannten Plausch mit der Braut, dem wir viel abgewinnen konnten, denn das waren die letzten privaten Worte an diesem Tag.

    Dann begann die Zeremonie mit dem Priester, traditionell erst mit dem Braeutigam und der Familie der Braut, waehrend die Braut geduldig warten musste. Da dies alles auf Sanskrit geschah, verstand ich natuerlich nichts, aber lt. Chotus Worten sprach er "halt das Uebliche" (was auch immer das fuer Hindus bedeutet).
    Waehrend dieser Zeremonie trudelte dann so langsam der Rest der Verwandschaft ein und aus meiner Sicht war es vor allem eins: laut und irgendwie gar nicht heilig. Alles quatscht durcheinander, Kinder schreien und zerren an den schoenen Saris der Frauen, bis sie irgendein Mann wegzieht und es etwas ruhiger wird.

    Dann endlich durfte sich auch die Braut dazugesellen und ich hatte das Gefuehl, dass der Priester nun nicht mehr soviel geredet hat. Ihre Kopfbedeckung und ein Tuch des Braeutigams wurden zusammengeknotet und dann liefen sie 7 mal ums Feuer, dies war die eigentliche Trauungszeremonie. Erst laeuft sie vorne, dann er, waehrend der Priester weiterhin auf Sanskrit beiden sagt, was sie ab jetzt zu tun und zu lassen haben (wobei das "lassen" mehr auf der Brautseite zu finden war). Beide bekamen staendig den Rauch vom Feuer in die Augen und sie sahen beide gar nicht mehr so heilig aus, sondern waren mit Husten beschaeftigt. Bis dann die Braut beherzt den Rauch wegpustete und genau in's Gesicht vom Priester, da musste ich dann doch etwas lachen.

    Nun waren sie also verheiratet und gingen nach innen, zum obligatorischen Bildermachen mit allen Anwesenden. Nicht alle auf einmal, versteht sich, sondern immer paarweise. Dies kann etwas dauern und Chotu und ich gingen in Ruhe ein Bierchen trinken und eine rauchen, schliesslich waren wir auf dem Gelaende eines Hotels, in dem es auch eine Bar gab. Denn alle Hochzeiten, die ich bis jetzt miterlebt habe, kamen ohne Alkohol und Fleisch aus, obwohl trotzdem einige Anwesende nach einigen Stunden glaeserne Augen hatten, komisch.

    Dann endlich waren wir an der Reihe, liessen uns ablichten, mit unserem Geschenk in der Hand und dem laechelnden Hochzeitspaar in der Mitte. Dieses Paar durfte auch etwas trinken, wobei sich das Punjabi-Paar damals mehrere Stunden ohne einen Tropfen Fluessigkeit ueber mehrere Stunden quaelen musste.

    Alles in allem fand ich die Hochzeit schoen, da sie a) traditionell indisch, aber b) nicht so ewig lange war, so dass ich diesmal alles geniessen konnte. Auch fand ich die Tageszeit durchaus angemessen, so dass man nach der Trauung wirklich zum gemuetlichen Teil uebergehen konnte. Die Punjabi-Hochzeit war damals genau an diesem Punkt beendet (es folgten noch ein paar Zeremonien), was ich persoenlich etwas langweilig fand.

    Uebrigens sahen beide sehr schoen aus und die deutsche Braut legte Wert darauf, indisch auszusehen, aber eben nicht behangen wie ein Weihnachsbaum, wie es sonst bei Hochzeiten ueblich ist. Dies fand ich auch sehr angenehm, weil irgendwie natuerlicher.

    So, nun gibt es also ein binationales Paar mehr. Wir wuenschen beiden auf diesem Wege viel Glueck, bedanken uns fuer die Einladung und das Geschenk und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen in privaterer Runde.

    Liebe Gruesse, Eure Kerstin

  • Mietvertragsverlaengerung....

    ....meistens eine sehr einseitige Angelegenheit in Indien: Entweder wird er nicht verlaengert, weil irgendein Verwandter von einem Verwandten oder dessen Verwandten einziehen werden oder der Preis fuer das kommende Jahr geht so sehr in die Hoehe, dass man sich verwundert fragt, ob noch immer von derselben Wohnung die Rede ist.

    Nicht so in unserem Fall:
    Unser Mietvertrag lief im Juni - 11 Monate vor Ablauf eines Jahres - aus und fuer uns stand eigentlich fest, hier wollen wir bleiben. Unser Vermieter - mehr von der wirklich ausgebildeten und verlaesslichen Sorte - fing schon im Mai an, mal vorsichtig vorzufuehlen, wie denn so unser Empfinden sei. Ausziehen oder hierbleiben? Wenn hierbleiben, wieviel evtl. mehr bezahlen? Da die Rezession natuerlich auch an Indien nage (natuerlich nur an ihm, nicht an uns), muesse er doch etwas mehr Geld verlangen, falls wir uns fuer hierbleiben entscheiden wuerden. Und sowieso haetten wir die Wohnung schon fuer 2.000 Rps weniger im letzten Jahr bekommen, was wir bestaetigen konnten. Die Wohnung stand 6 Monate lang leer, weil wohl seine Forderungen zu hoch waren. Fuer uns also ein geeigneter Zeitpunkt um einzuziehen, denn er ging gleich von sich aus von monatlich 12.000 Rps auf 10.000 Rps runter. Da wir dies auch in der alten Wohnung bezahlt haben bei weitaus weniger Komfort und Zimmern, schlugen wir damals zu.

    Dies alles zogen wir in Betracht, als er uns mitteilte, dass er nun monatlich 13.000 Rps haben wolle. So so, dachten wir uns, Du kleiner Schlingel, willst mal eben um viiiiieleee Prozente hoeher gehen als im Mietvertrag (5 %!) geschrieben stand. Aber wieder umziehen fanden wir eigentlich beide doof, so dass wir uns darauf "einigten", wir zahlen ihm 12.000 Rps pro Monat, damit er nicht am Hungertuch nagt. Und was soll ich sagen? Nur ein Telefonat hat es bedurft und wir hatten eine Zusage, fuer die naechsten 24 (!!!), nicht 12 Monate, fuer besagte 12.000 Rps weiterhin wohnen zu duerfen. Dies mache er nur, weil er noch nie so nette Mieter hatte wie uns, mit denen er nie Aerger hat, die immer puenktlich die Miete zahlen und ueberhaupt haetten wir einen guten Ruf im Haus. Wie gut, dass er nicht weiss, dass ich meinen Indien-Frust in meinem oder anderen Blogs auslasse und nicht an den ihren-Muell-aus-dem-Fenster-werfenden-Mietern. Da zeigt sich mal wieder der Vorteil, wenn Chotu und ich nur deutschprechendschimpfend durch die Gegend laufen.

    Nun koennen wir hier also weitere 2 Jahre friedlich vor uns hinleben und hoffen weiterhin, dass sie uns in der Zeit kein Haus vor die Nase bauen, um uns den grossen Helligkeitsvorteil wegzuschnappen.

    In diesem Sinne allen ein gutes WE
    Eure Kerstin

     

     

  • Lebenszeichen

    Zwar sind beide Haende immer noch entweder mit einer Schiene oder einer Binde verdeckt, aber ich habe das Gefuehl, dass es langsam etwas aufwaerts geht. Zumindest kann ich (fast) alles tun, so dass ich mich jetzt wieder mehr in meine Blog-Arbeit vertiefen werde.

    Vieles ist passiert in den letzten 3 Monaten, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht einfach von vorne aus meinem selektiven Gedaechtnis:

    Exakt, als ich 2 Wochen zwangslaeufig untaetig zu Hause sass und auf Besserung wartete, starb Michael Jackson. Ich finde es schade, auch wenn ich kein uebergrosser Fan bin. Auch ist es mir egal, was er mit seiner Nase, seiner Hautfarbe gemacht hat oder ob noch mehr kleine Jacksons irgendwo rumtanzen. Schade, weil er - wie so viele vor ihm - zu frueh gegangen ist und sein Leben eigentlich keins war. Liest man ja immer mal wieder, dass die kleinen Kinderstars im wirklichen Leben als Erwachsene nicht klar kommen, wen wundert's. Soll er in Frieden ruhen, die Welt wird sich schon um seinen Nachlass - oder auch nicht - zerfleischen.  Ich tendiere mehr zu seiner Musik.

    Die Schweinegrippe hat nun auch Indien erreicht und ich bin entsetzt, wie wenig vorbereitet dieses Land mal wieder war. Als ich im April in Deutschland war, kam sie dort gerade an, man kann also nicht sagen, dass sie ploetzlich und unerwartet den Subkontinent erreicht hat. Es war einfach nur eine Frage der Zeit. Selbstverstaendlich beteilige ich mich nicht an der Panikmache und renne nun den ganzen Tag mit einem Mundschutz - der sowieso nichts nuetzt - herum. Allerdings gehe ich auch nicht in's Krankenhaus zu Nachuntersuchungen bezueglich meiner Haende, das kann ich auch auf spaeter verschieben. Irrsinnig finde ich, dass nur staatliche Krankenhaeuser die "Lizenz zur richtigen Untersuchung" haben, denn diese werden in aller Regel von reicheren Indern und auch Auslaendern gemieden ob der leckeren Zustaende. Ich harre also weiter der Dinge, die da hoffentlich nicht auf uns zukommen und bin guten Mutes, dass wir verschont bleiben werden.

    Mein wichtigster Arbeitskollege ist nun schon seit 2 Monaten in meiner Heimatstadt, um unser Business richtig zu verstehen. Voraussichtlich wird er noch bis Dezember bleiben. Leider poppen gerade im Moment viele qualitative Probleme hoch, die er nun a)  hautnah erlebt und b) vor unseren Kunden mit vertreten muss. Ist natuerlich einerseits ein guter Lerneffekt, aber ich moechte trotzdem nicht mit ihm tauschen, denn er ist ganz allein, ohne wirkliche Rueckendeckung. Leider trifft dies auch auf sein Privatleben zu, hier zeigen wir Deutsche uns mal wieder von unserer egoistischsten Seite und lassen ihm "seine Freiheit". Schade, denn als er 4 Wochen in Deutschland war, als ich noch da war, habe ich mit ihm und seinen Kollegen viel Zeit verbracht, um ihm auch das private Deutschland zu zeigen. Gott sei Dank kann ich viel mit ihm telefonieren, so dass er zumindest etwas Abwechslung hat. Witzig ist, dass er in Deutschland ob der derzeitigen Temperaturen schwitzen muss. Tja, nix mit Klimaanlage im Buero oder Restaurant, das muss man aushalten.

    Immer mal wieder traf ich in guten (natuerlich auch teuren) Restaurants auf Broetchen, die auch den Namen verdienen, knusprig und lecker. Und nun endlich, endlich, endlich, gibt es auch eine Baeckerei (Bread Works), in der man diese Leckereien kaeuflich erwerben kann.  Der Laden ist voll mit Vollkornbroetchen, Baguette, Chiabatta, so dass man (ich) am Anfang gar nicht weiss, was man alles kaufen soll. Und als ich dann noch ein Regal mit Sauerkraut, Rotkohl, deutschem Senf (leider nur von Hengstenberg, aber immerhin), Salzstangen und Haribo-Goldbaeren entdeckte, war ich sprichtwoertlich im siebten Himmel. Ueberhaupt gibt es immer mehr Importware (meistens aus Italien), die zwar entsprechend teuer ist, aber trotzdem in meinem Einkaufswagen landet, denn nichts ist schrecklicher als das suesse, weiche Weissbrot, das ich hoffentlich nicht mal mit 80 Jahren essen muss.

    Zwar beklagt vor allem das laendliche Indien, dass der Monsun in diesem Jahr sehr spaerlich ausfaellt, aber ich kann diesen Umstand hier in Bangalore nur begruessen. Alle paar Tage regnet es, meistens abends oder nachts, so dass die Natur zwar etwas davon hat, ich mich aber nicht durch irgendwelche Schlammstrassen quaelen muss. So laesst es sich aushalten.

    So, meine Lieben, ich werde mir jetzt Sauerkraut einverleiben und wuensche Euch allen ein schoenes sonniges Wochenende
    Bis bald, Eure Kerstin

     

  • Schreibverbot Update

    Nach 5 Wochen Schmerzen in der linken Hand, Schreiben nur noch mit der rechten Hand, brav arbeiten gehen,  kamen nun auch Schmerzen in der rechten Hand dazu. Also doch mal endlich zum Arzt (letzten Sonntag) Diagnose: Baenderverletzung an der linken Hand (durch den Aufprall am Tuerrahmen) und Sehnenscheidenentzuendung an der rechten, na wunderbar. Ich koenne zwar in's Buero gehen, zu Hause bleiben waere nicht noetig.....Auf die Frage, was ich denn dann so im Buero machen sollte, gab's keine Antwort. Indische Logik eben. Also blieb ich diese Woche zu Hause und kann Euch aus dem FF sagen, wann welche Sendung im indischen Fernsehen kommt, nicht wirklich der Rede wert.

    Gott sei Dank waren all meine Therapie-Versuche einschl. der Einnahme von entzuendungshemmenden Tabletten nicht falsch, sonst haette ich mich wohl ob meiner Widerspenstigkeit, nicht zum Arzt gehen zu wollen, mehr als geaergert. Er hat mir ebenfalls Salbe und noch staerkere Medikamente und Physiotherapie verschrieben. Da ich immer noch widerspenstig bin, allein die Untersuchung dafuer gesorgt hat, dass ich mehr Schmerzen als normalerweise hatte, entschied ich mich dagegen. Irgendwie habe ich das Gefuehl und auch darueber gelesen, dass eine Physiotherapie erst sinnvoll ist, wenn das "Groebste" vorbei ist und das ist es eben nicht!. ICH glaube, dass beide Haende einfach nur Ruhe - vor allem vor dem Computer - brauchen. Ansonsten viel Kuehlen, brav die Medikamente nehmen, das bringt Linderung, so zumindest meine Erfahrungen in dieser Woche.

    Somit sieht es in meinem und anderen Blogs bezueglich Antworten eher mau aus, ich hoffe, Ihr habt dafuer Verstaendnis. Das Bewegen der Maus ist genau das, was meine rechte Hand naemlich gar nicht leiden kann, aber ohne dieselbe geht's leider auch nicht.

    Sobald ich also irgendwann wieder schreiben kann, geht's hier mit Volldampf weiter!
    Bis dahin Euch allen alles Gute und vielen Dank fuer die guten Wuensche
    Eure Kerstin

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